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Wir benutzen immer mehr das Fahrrad. Das ist gut. Aber das bedeutet unvermeidlich auch, dass es mehr Stürze gibt. Denn beim Rad fahren ist die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes mit schweren und sogar bleibenden Verletzungen am höchsten. Und trotz der Geschwindigkeit der Radsportler und der Stunts von Mountainbikern sind es vor allem Kinder unter 12 Jahren, die häufig stürzen. Neben Fahrradzubehör zur Vermeidung von Stürzen und festen Helmen können wir ihnen zum Glück auch Übungen anbieten, bei denen sie lernen, beim Stürzen Schäden zu vermeiden.

Laden Sie die gesamte Akte im PDF-Format herunter.

     
 Ein Helm hat was Cooles  Lassen Sie von sich hören! Licht an die Räder!


Man muss es ausprobieren

Es geht nicht immer glatt. Jeden Tag passieren in Belgien durchschnittlich 44 Fahrradunfälle. Bei 83% der Unfälle bleibt es nicht bei Sachschäden. Zwischen 2008 und 2011 gab es bei Unfällen mit Radfahrern 3714 Schwerverletzte und 312 Tote. Neben Menschen über 65 betrifft das vor allem junge Kinder, weil sie noch nicht genug Fahrraderfahrung haben. Sie können noch nicht vorausschauend am Verkehr teilnehmen und lassen auch noch Lenkfertigkeiten vermissen.

Lucas, 8 Jahre: „Ich bin diesen Sommer mit dem Fahrrad gestürzt. Ich fuhr superschnell 
und bin dann vom Fußweg abgekommen. So habe ich mein Schlüsselbein gebrochen. 
Jetzt habe ich manchmal Angst, dass ich nochmal schwer stürze.“

Dadurch sind Kinder unter 12 Jahren besonders anfällig für Unfälle ohne äußere Ursache. Bei 86% der Fahrradunfälle ist kein anderer Fahrzeugführer beteiligt. Bei Kindern passiert es oft, nachdem sie eine falsche Bewegung gemacht haben. Auch wenn der Straßenbelag glatt oder uneben ist, oder wenn sie Hindernissen oder Bordsteinkanten begegnen, stürzen sie oft. Gerade bei diesen „Solostürzen“ können erlernte Falltechniken nützlich sein.

Wenn wir die Anzahl der Notaufnahmen betrachten, scheint das Risiko je gefahrenen Kilometer bei den Allerjüngsten und bei Senioren am höchsten zu sein. Bei einem Gleichgewichtsfahrzeug wie einem Fahrrad gibt es viele Ursachen. Oft fehlt es jungen Kindern an Erfahrung mit dem Fahrrad. Auch Gruppenverhalten spielt eine Rolle: Man fährt nebeneinander, redet und benutzt das Handy. All das trägt dazu bei, dass mehr Stürze passieren. Schuld ist oft auch die Infrastruktur. Häufige Ursachen sind Pfähle auf dem Weg, zu schmale Radwege, glatte Straßen oder glitschige Straßenbahnschienen.

Prof. Jan Pauwels, Fakultät Bewegungs- und Rehabilitationswissenschaften der KU Leuven: „Zum Glück kann man üben, besser zu stürzen. Wer sich die richtigen Techniken aneignet, wird weniger Brüche oder schwere Verletzungen erleiden. Jungen Kindern kann man noch sehr gut Automatismen beibringen. Wir haben daher ein Lernpaket mit 36 Fallübungen entwickelt, mit denen der Lehrer seinen Schülern Falltechniken beibringen kann.“


Fallen lernen is cool

Kein Zweifel: Stürze sind unvermeidlich. Man kann nur dafür sorgen, dass das mit weniger Schäden geschieht. Wenn wir stürzen, strecken wir meist automatisch den Arm, sodass sich alle Kräfte auf einen Punkt konzentrieren. Viel besser ist es, wenn man die Energie allmählich abbaut, indem man sich abrollen lässt oder den Fall mit der flachen Seite des Arms bremst. Diese Falltechniken sind ein wichtiger Bestandteil östlicher Kampfsportarten wie Judo. Solche Sportler verletzen sich selten.

Ein Kind muss den Sturz angstfrei beginnen, dann einen Kugelreflex haben und nach dem Fall abschlagen. So bleibt der Schaden auf das Beseitigen von Dreck begrenzt. Wiederholung ist die Mutter der Fallwissenschaft, denn dadurch wird das Nachdenken verkürzt. Wenn man diese Übungen wiederholt langsam ausführt, erlernt man sie und kann sie auch automatisch ausführen. Jedes Kind ist ein Fachmann im Hinfallen. Darum ist es sicher auch empfänglich dafür, Falltechniken zu erlernen, dann Fallen lernen hat etwas „Cooles“.

Richiano, 11 Jahre, hatte bereits im Kung-Fu-Unterricht Falltraining: „Früher wusste ich nicht, was ich beim Fallen tun musste.“? Jetzt ist Fallen kein Problem, denn es ist ein Reflex geworden. Ich rutschte mal im Schnee aus und stürzte seitwärts vom Rad. Ich ließ mein Fahrrad los und schlug auf dem Boden mit dem Arm ab, sodass mein Kopf den Boden nicht berührte.“


Falltechniken
Um so viele Kinder wie möglich sichere Falltechniken zu lehren, hat die KU Leuven ein Lernpaket "Fallen lernen" für Lehrkräfte der letzten Kindergartenklasse und der Grundschule entwickelt. Die Kinder üben den Seitwärtsfall, den Rückwärtsfall, die Vorwärtsrolle und den Sturz vorwärts in drei Schwierigkeitsgraden. Die leichtesten Übungen können bereits im letzten Jahr des Kindergartens begonnen werden. Wenn Kinder die Techniken regelmäßig üben, werden diese zu einem neuen Reflex für sie. Im Fahrrandland Niederlande gibt es so ein Lernpaket schon seit Jahren. Forschungen haben ergeben, dass solche Übungsstunden die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen bei Stürzen um die Hälfte verringern.


Karen Nackom, selbst erfahrene Judoka, gibt Lehrkräften Falltraining: „Es ist wichtig, dass Kinder schnell ihre Angst verlieren und Vergnügen am Fallen erleben. Möglich ist das durch regelmäßiges Üben auf spielerische Weise und den schrittweisen Aufbau von Automatismen. Je mehr Fertigkeiten die Kinder haben, desto lieber spielen sie und desto weniger werden sie stürzen. Wenn Sie wissen, wie Sie fallen müssen, haben Sie weniger Angst vor dem Bewegen!"




Qayla, 12 Jahre, erhielt beim Feldhockeyclub ein Falltraining: „Früher traute ich mich nichts, weil ich Angst hatte, dass ich mir wehtun könnte. Jetzt kann ich nach einem Sturz gleich wieder aufstehen. Wenn Sie Falltechniken kennen, liegt Ihre Sicherheit in Ihren eigenen Händen. Wenn ich geschubst werde und sehe, wie sich der Boden nähert, weiß ich, dass ich meine Hände nicht benutzen darf. Ich lasse mich rollen, bis ich ausgerollt bin.“


     

Helme für Helden

Dass Sie einen Helm tragen sollten, ist klar. Aber wie überzeugen Sie die stolzen Mädchen und mutigen Jungen, einen aufzusetzen? Indem Sie das supercool machen. Fünf Tipps für eine Session „Pimp your helmet“...

1. Grundfarbe: Jedes Kind hat seine Lieblingsfarbe. Ein Helm mit der richtigen Grundfarbe hat mehr Chancen. Bling bling? Oder lieber nicht? Es gibt welche, die schön glänzen und andere, die matt sind. Treffen Sie die richtige Wahl oder spritzen Sie den alten Helm in die gewünschte Farbe um. 

2. Aufkleber: Mit Aufklebern können Sie Helmen leicht die persönliche Note geben. Sorgen Sie für Aufkleber in allen möglichen Farben, sodass Ihre Schüler nach Herzenslust loslegen können. Haifischzähne, Flammen, Blumenmotive oder Schmetterlinge ... Finden und kleben! Prüfen Sie aber erst, dass die Außenhülle keinen Sprung hat, bevor Sie den Helm mit Aufklebern bepflastern. Nach einem Sturz auf den Helm müssen Sie die Aufkleber entfernen und erneut nachsehen, ob es keine Sprünge gibt. 

3. Attribute: Mit Gummi, Pfeifenreinigern, Styropor oder Karton geben Sie dem Helm noch etwas Auffallendes. Oder wie wäre es mit einer kleinen Krone? Oder einer Reihe von Drachenstacheln? Benutzen Sie nur weiche, also biegbare Materialien, sodass das Ganze so rund wie möglich bleibt und das Risiko gefährlicher Drehungen des Kopfes bei der Berührung des Bodens nicht steigt. 

4. Namen: Auf dem selbst geschmückten Helm darf doch wohl auch der eigene Name stehen? Schreiben Sie ihn in schönen Ringelbuchstaben mit Glitterstift, oder in Roboterschrift mit Alufolie. Zugleich praktisch: Ein verlorener Helm findet so seinen Helden leicht wieder. 

5. Überzug: Sie können den Helm auch lassen wie er ist und eine originellen Überzug machen. Den können Sie häkeln, nähen oder in Pappmaché machen. Vorteil: Der Helm bleibt intakt und Sie können den Überzug regelmäßig wechseln. 


Wenn Sie gemeinsam den Helm verzieren, motiviert das die Kinder extra, den Helm zu tragen. Die goldene Regel bleibt: Jung gelernt ist alt getan. Aber seien Sie vor allem das gute Vorbild und tragen Sie auch einen Helm.

Richiano, 11 Jahre: „Mit Lichtern oder Aufklebern wäre ein Helm viel cooler. Wenn mehr Leute einen Helm tragen würde, wäre es auch für mich schöner, einen aufzusetzen.“ 




Darum, tragen Sie ihn! 

Kopfschutz
Der Fahrradhelm ist praktisch der einzige Schutz, den Sie haben. Denn ein Fahrrad hat keinen Gurt oder Airbag. Ein Radfahrer wird beim Sturz auch häufig auf dem Kopf auftreffen. 

Risiken verringern
Wenn Radfahrer nach einem Unfall ärztliche Hilfe brauchen, geht es vor allem um Kopf- und Hirnverletzungen. Bei Todesfällen oder bleibenden Behinderungen handelt es sich fast ausschließlich um solche Fälle. Ein Helm schützt also vor allem vor schweren Behinderungen, Lähmung und Tod. Studien zeigen, dass die Risiken beträchtlich reduziert werden. 

Der ideale Fahrradhelm
Es gibt auf dem Markt verschiedene Designs, aber ein guter Helm hat nichts mit Marken oder Design zu tun. Erstens sollten Sie einen Helm kaufen, der die gesamte Kopfoberfläche so gut wie möglich bedeckt, unbedingt auch die Schläfen, denn dort ist der Knochen dünn. Zweitens sollten Sie ein Modell wählen, das so rund wie möglich ist. Hervorstehende Teile können die Drehbewegung - gerade die ist so gefährlich für den Knopf - noch beschleunigen.

Suchen Sie nach schönen Helmen, die Ihre Kinder aufsetzen wollen? Diese finden Sie hier.